Im Mai waren nach Anga­ben der Bun­des­agen­tur für Arbeit 6,7 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land in Kurz­ar­beit. Im April hat­te die Zahl noch bei 6,1 Mil­lio­nen gele­gen. Damit war im Mai nach Hoch­rech­nun­gen die höchs­te jemals ermit­tel­te Zahl von Kurz­ar­bei­tern in der Bun­des­re­pu­blik erreicht, wie die Behör­de am Don­ners­tag in Nürn­berg mit­teil­te.

Entspannung bei Kurzarbeit langsam in Sicht

Im Juli zeig­ten Unter­neh­men für 190.000 neue Men­schen Kurz­ar­beit an. Damit sei die Zahl nach dem mas­si­ven Anstieg im März, April und Mai laut Bun­des­agen­tur für Arbeit nun deut­lich zurück­ge­gan­gen. Kurz­ar­beit habe bis zu vier Mil­lio­nen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se gesi­chert, hieß es wei­ter. Mitt­ler­wei­le ist aber der Höhe­punkt über­schrit­ten. Für den Juli sei noch von ins­ge­samt etwa 4,5 Mil­lio­nen Beschäf­tig­ten in Kurz­ar­beit aus­zu­ge­hen.

Da wäh­rend der ers­ten Coro­na­wel­le auch vie­le medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­be­rei­che her­un­ter­ge­fah­ren wur­den, kam es auch in Kli­ni­ken und Arzt­pra­xen zu einem dras­ti­schen Beschäf­ti­gungs­man­gel. Wie aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Anfra­ge der Grü­nen-Frak­ti­on her­vor­geht, hät­ten dem­nach in den Mona­ten März bis Mai bun­des­weit gut 1.200 Kran­ken­häu­ser und rund 48.300 Arzt­pra­xen Kurz­ar­beit für ins­ge­samt rund 410.000 Beschäf­tig­te ange­mel­det. Auch hier darf man mit einer Bes­se­rung rech­nen.

Missbrauch bei Kurzarbeit

Die Bun­des­agen­tur für Arbeit unter­sucht nach eige­nen Anga­ben auch 900 Fäl­le von mut­maß­li­chem Miss­brauch des Kurz­ar­bei­ter­gelds. Hin­wei­se kom­men laut Bun­des­agen­tur oft von den betrof­fe­nen Mit­ar­bei­tern oder den Gewerk­schaf­ten. Außer­dem setzt die Behör­de Ana­ly­se­soft­ware ein, um poten­zi­el­le Miss­brauchs­mus­ter zu erken­nen. Gera­de habe die Behör­de einen Fall an die Staats­an­walt­schaft über­ge­ben, bei dem ein Ver­däch­ti­ger ein Schein­un­ter­neh­men gegrün­det und Kurz­ar­bei­ter­geld für erfun­de­ne Beschäf­tig­te bezo­gen hat.

Hof­fent­lich nur ein Ein­zel­fall. Wir wer­den das The­ma für euch wei­ter beob­ach­ten!

 

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