Ihr Leitfaden für erfolgreiche Weiterbildung
Der Seminarplan 2026 für Betriebsräte bietet Ihnen alle wichtigen Schulungen auf einen Blick. Von der ersten Betriebsratsschulung bis zur spezialisierten Fortbildung – hier finden Sie das passende Angebot für Ihre Anforderungen.
Die Teilnahme an Schulungen nach § 37 Abs. 6 BetrVG ist für Betriebsräte ein wichtiges Recht — und in der Praxis fast immer eine Notwendigkeit. Denn nur wer qualifiziert ist, kann seine Mitbestimmungsrechte wirksam ausüben. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Seminare 2026 besonders relevant sind und wie Sie diese planen können.
Die 3 Phasen der Betriebsratsarbeit
Phase 1: Grundlagenschulung (§ 37 Abs. 6 BetrVG)
Jedes neue Betriebsratsmitglied hat Anspruch auf eine erste Schulung, sobald es gewählt ist. Diese Schulung muss umfassend sein und alle wichtigen Aspekte der Betriebsratsarbeit abdecken:
- Grundlagen des BetrVG: Rechte und Pflichten des Betriebsrats
- Sozialpartnerschaft: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber?
- Mitbestimmungsrechte: Wann muss der Betriebsrat mitbestimmen?
- Kommunikation: Wie führt man Gespräche mit Arbeitgebern?
Dauer: In der Regel 3–5 Tage
Kosten: Der Arbeitgeber trägt alle Kosten (§ 40 Abs. 1 BetrVG in Verbindung mit § 37 Abs. 6 BetrVG)
Phase 2: Fach- und Spezialseminare (§ 37 Abs. 6 BetrVG)
Nach der ersten Schulung folgen Weiterbildungen, die spezifische Themen vertiefen. Diese sind besonders wichtig, wenn der Betriebsrat besondere Aufgaben übernimmt oder neue Gesetze hinzukommen:
- Spezialaufgaben: Sozialausschuss, Gleichstellungsstelle, Beschwerdestelle
- Neue Gesetze: IRWAZ, CSRD, neue Arbeitsschutzvorschriften
- Intensivschulungen: Für Betriebsräte mit besonderen Verantwortungsbereichen
Phase 3: Fachspezifische Fortbildungen
Für langjährige Betriebsräte gibt es spezialisierte Fortbildungen in Bereichen wie:
- Arbeitsrecht: Kündigungsschutz, Tarifverträge
- Personalwesen: Personaleinsatzplanung, Beförderung
- Wirtschaftsfragen: Betriebswirtschaft, Controlling
- Kommunikation: Verhandlungstechniken, Führung
Die wichtigsten Seminar-Themen 2026
🔥 Trend-Thema: CSRD & Nachhaltigkeit
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist seit 2024 in Kraft und betrifft ab 2026 viele Unternehmen. Betriebsräte sollten sich damit auseinandersetzen:
- Was ist CSRD? Berichtspflichten für Nachhaltigkeitsdaten
- Auswirkungen auf den Betrieb: Neue Berichtungsverfahren
- Mitbestimmungsrechte: Wann muss der Betriebsrat einbezogen werden?
💡 Tipp: Nutzen Sie unsere CSRD-Special für vertiefende Informationen.
🔥 Trend-Thema: IRWAZ
Die Individuelle regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit (IRWAZ) ist die arbeitsvertraglich geschuldete wöchentliche Arbeitszeit. Sie ist ein zentrales Thema für Betriebsräte, da sie bei jeder Arbeitszeitvereinbarung, Gleitzeitmodell oder Schichtplanung eine Rolle spielt:
- Arbeitsvertraglich festgelegt: Die IRWAZ ist im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag definiert
- Tarifliche vs. individuelle Zeit: Die tarifliche Arbeitszeit kann von der IRWAZ abweichen
- Mitbestimmung: Der Betriebsrat hat bei Änderungen der IRWAZ ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG
📖 Mehr dazu: Lesen Sie unseren Guide zur Arbeitszeitberechnung.
🔥 Dauertrend: Gefährdungsbeurteilung
Seit 2024 ist die Beurteilung psychischer Belastungen verpflichtend. Betriebsräte sollten sich in diesem Thema weiterbilden:
- Neue Pflichten: Psychische Gefährdung muss beurteilt werden
- Umsetzung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Mitbestimmung: Rolle des Betriebsrats bei der Umsetzung
Formate und Durchführung
Vor-Ort-Seminare
Die klassische Form der Weiterbildung:Vorteile:
- Persönlicher Austausch mit anderen Betriebsräten
- Interaktive Übungen und Rollenspiele
- Netzwerken mit Kollegen aus anderen Betrieben
Nachteile:
- Reisezeit und Kosten
- Fehlende Flexibilität
- Weniger individuell anpassbar
Online-Seminare
Die moderne Alternative – besonders seit der Corona-Pandemie popularisiert:Vorteile:
- Flexibel von überall teilnehmbar
- Kostenersparnis (keine Reisekosten)
- Oft Aufzeichnung verfügbar
Nachteile:
- Weniger persönlicher Austausch
- Technische Voraussetzungen nötig
- Motivation erfordert Disziplin
Inhouse-Seminare
Für größere Betriebsräte oder Unternehmensgruppen: Maßgeschneiderte Seminare direkt vor Ort. Besonders sinnvoll bei:
- Gruppen mit besonderem Fortbildungsbedarf
- Unternehmensspezifischen Themen
- Kombination mehrerer Schulungen
Kosten und Finanzierung
Wer übernimmt die Kosten?
Grundsatz: Der Arbeitgeber trägt die Kosten für alle erforderlichen Schulungen nach § 37 Abs. 6 BetrVG i.V.m. § 40 Abs. 1 BetrVG. Das umfasst:
- Seminargebühren (Dozenten, Material)
- Reisekosten (Fahrt, Unterkunft bei Vor-Ort-Seminaren)
- Verpflegungszuschüsse (Mittagessen, Getränke)
Was ist mit Überstunden?
Während der Seminarteilnahme gelten spezielle Regelungen:
- Arbeitsfreie Zeit: Die Zeit abzüglich der regulären Arbeitszeit gilt als frei von der Arbeit
- Entgeltfortzahlung: Das Entgelt wird weitergezahlt (§ 37 Abs. 3 BetrVG)
- Überstunden: Während des Seminars erworbene Überstunden müssen nicht abgegolten werden
Planungstipps für Betriebsräte
Frühzeitig planen
Die besten Seminarplätze sind schnell ausgebucht. Planen Sie mindestens 3–6 Monate im Voraus, besonders für:
- Beliebte Themen (z.B. CSRD, IRWAZ)
- Größere Gruppen (mehrere Teilnehmer gleichzeitig)
- Spezielle Formate (Inhouse, individualisierte Seminare)
Themen priorisieren
Nicht jedes Thema ist gleich wichtig. Priorisieren Sie nach:
- Grundlagenwissen (erstmalige Schulung nach § 37 Abs. 6 BetrVG)
- Aktuelle Relevanz (CSRD, IRWAZ, neue Gesetze)
- Praktische Notwendigkeit (Themen, die im Betrieb anstehen)
- Individuelle Entwicklung (persönliche Stärken/Schwächen)
Dokumentation und Nachweis
Halten Sie alle Seminarbesuche schriftlich fest:
- Seminarnachweis: Zertifikate aufbewahren
- Fortbildungsplan: Alle Besuche dokumentieren
- Rechnungen: Kostennachweise für den Arbeitgeber
Die ibp.Akademie als Seminaranbieter
Die ibp.Akademie bietet seit über 20 Jahren hochwertige Seminare für Betriebsräte, Personalräte und Interessenvertretungen an. Unsere Schulungen zeichnen sich aus durch:
- Praxisnähe: Beispiele aus der realen Betriebsratsarbeit
- Expertise: Dozenten mit langjähriger Erfahrung
- Aktualität: Immer aktuelle Rechtslage und Themen
- Individualität: Anpassung an die Bedürfnisse Ihres Betriebsrats
Unser Angebot 2026
- Erste Schulung: Grundlagenschulung für neue Betriebsräte
- Fortbildungen: Spezialisierung auf Arbeitsrecht, Wirtschaftsfragen, Kommunikation
- Trend-Seminare: CSRD, IRWAZ, digitale Transformation
- Inhouse-Seminare: Maßgeschneiderte Weiterbildung für Ihre Gruppe
Kontakt und Anmeldung
Interessiert an unseren Seminaren? Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung:
- E-Mail: kontakt@ibp-akademie.de
- Telefon: 0234 / 123 456 78
- Website: https://ibp-akademie.de/seminare/
Warten Sie nicht zu lange! Die Seminarplätze für 2026 sind begrenzt und werden schnell belegt.
Benötigen Sie weitere Informationen? Laden Sie unser kostenloses Seminar-Katalog 2026 herunter oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne!
Wie Sie den Seminarplan erfolgreich umsetzen
Nach der Erstellung des Seminarplans steht die praktische Umsetzung. Hier sind bewährte Strategien:
- Kommunikation: Informieren Sie alle Betriebsratsmitglieder frühzeitig über die geplanten Schulungen
- Priorisierung: Beginnen Sie mit den dringendsten Themen (z.B. Betriebsverfassungsrecht)
- Documentation: Führen Sie Protokolle über alle besuchten Seminare für die Dokumentation
Häufige Fehler beim Seminarplan
Viele Betriebsräte machen diese typischen Fehler:
- Zu wenige Schulungen geplant (Mindestens 2-3 pro Jahr empfohlen)
- Keine Priorisierung nach Dringlichkeit
- Vernachlässigung digitaler Formate (Webinare, E-Learning)
Praktische Umsetzung für Betriebsräte
Betriebsräte sollten regelmäßig Schulungen planen, um ihr Wissen aktuell zu halten. In der Praxis stellt sich Betriebsräten die Frage, wie sie diese Entwicklungen aktiv gestalten können.
Tipps für die tägliche Arbeit
- Regelmäßige Fortbildungen besuchen
- Austausch mit anderen Betriebsräten suchen
- Rechtliche Entwicklungen verfolgen
- Digitale Tools nutzen
Häufige Fragen
Wie kann ich als Betriebsrat seminarplan betriebsrat aktiv gestalten?
Betriebsräte haben umfassende Mitbestimmungsrechte bei seminarplan betriebsrat. Wichtig ist dabei:
- Frühzeitige Information und Beratung
- Active Beteiligung an Entscheidungen
- Dokumentation aller Prozesse
Fazit und Ausblick
Seminarplan Betriebsrat bleibt ein wichtiges Thema für Betriebsräte. Durch qualifizierte Schulungen und aktive Mitbestimmung können Sie Ihre Position stärken.
Praktische Umsetzung für Betriebsräte
Ein durchdachter Seminarplan ist wichtig für die Qualifikation. In der Praxis stellt sich Betriebsräten die Frage, wie sie diese Entwicklungen aktiv gestalten können.
Tipps für die tägliche Arbeit
- Regelmäßige Fortbildungen besuchen
- Austausch mit anderen Betriebsräten suchen
- Rechtliche Entwicklungen verfolgen
- Digitale Tools nutzen
Häufige Fragen
Wie kann ich als Betriebsrat seminarplan aktiv gestalten?
Betriebsräte haben umfassende Mitbestimmungsrechte bei seminarplan. Wichtig ist dabei:
- Frühzeitige Information und Beratung
- Active Beteiligung an Entscheidungen
- Dokumentation aller Prozesse
Fazit und Ausblick
Seminarplan bleibt ein wichtiges Thema für Betriebsräte. Durch qualifizierte Schulungen und aktive Mitbestimmung können Sie Ihre Position stärken.
