Niedriglohnpolitik bezeichnet eine gezielte staatliche oder wirtschaftliche Strategie, die darauf abzielt, das Lohnniveau in einer Volkswirtschaft oder in bestimmten Branchen bewusst niedrig zu halten. Das Hauptziel besteht darin, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stärken und die Arbeitslosigkeit durch die Schaffung kostengünstiger Arbeitsplätze zu senken. Umgesetzt wird dies häufig durch Maßnahmen wie die Begrenzung von Mindestlöhnen, die Schwächung der Tarifbindung oder staatliche Lohnzuschüsse für Geringverdiener. Kritiker warnen bei diesem Modell jedoch vor einer zunehmenden sozialen Ungleichheit und der Gefahr von Altersarmut für die betroffenen Beschäftigten.