Unterrepräsentation beschreibt den Zustand, in dem eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in einem Bereich weniger stark vertreten ist, als es ihrem Anteil an der Gesamtgesellschaft entspricht. Dies betrifft häufig Führungspositionen, politische Gremien oder bestimmte Berufsfelder, in denen etwa Frauen, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Personen mit Behinderungen seltener vorkommen. Die Ursachen dafür liegen oft in strukturellen Hürden oder historischen Benachteiligungen, die den Zugang und die Aufstiegschancen für diese Gruppen erschweren. Ziel gesellschaftlicher Maßnahmen ist es meist, dieses Ungleichgewicht abzubauen und eine gerechtere Teilhabe zu ermöglichen.

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Der Ruf nach mehr Weiblichkeit in den Betriebsräten ist angesichts der aktuellen Zahlen mehr als berechtigt. Obwohl Frauen in Betrieben mit Betriebsrat im Durchschnitt mehr als 42 Prozent aller Beschäftigten ausmachen, besetzen sie nur 39 Prozent der Betriebsratssitze. Dies bedeutet, dass Frauen in den Betriebsräten im Vergleich zu ihrem Belegschaftsanteil im Durchschnitt unterrepräsentiert sind. Es…